Geschichte

Aus Neostralis Wiki
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So wie die Zeit auf Neostralis fortschritt, so erfanden kluge Köpfe neue Gerätschaften um die Welt um sich herum zu erkunden. Sie beobachteten Sternkonstellationen, Idris und Neophastos Zyklen und gelangten so zu ganz eigenen Erkenntnissen über die Schöpfung, die weit anerkannt, aber auch oft abgelehnt werden.

Introductio

Weit außerhalb des Sichtbaren Universums erleuchtet ein kleiner Stern namens Idras die endlosen Weiten des Weltalls. Um ihn herum zieht ein Planet mit dem Namen Neostralis seine Bahnen, der vor Jahrmillionen aus dem Feuer geboren worden ist. Dieser Planet hat mit unserem vieles gemein: Es gibt Ozeane, Kontinente, Gebirge, Flüsse und auch eine reichliche Vielfalt an Leben. Außerdem haben sich auch einige intelligente Spezies entwickelt, die sich das Land untertan gemacht haben und daraus zahlreiche blühende Zivilisationen hervorgegangen sind. So sehr Neostralis der Erde auch ähnelt, werden diese beiden Welten wohl nie miteinander Kontakt aufnehmen und bis an ihr Ende koexistieren.

Die früheren Zeiten

Das Klima auf Neostralis war nie wirklich stabil, weshalb es im Laufe der Epochen mehrmals enorme Schwankungen gab, die dem Leben und der Zivilisation stark zusetzten. Vor etwa 20.000 Jahren herrschte noch eine lang andauernde Warmperiode. Die Jahreszeiten wechselten sich regelmäßig ab und Korn und Vieh gedeihte prächtig. Über den gesamten Globus hinweg errichteten verschiedenste Spezies großartige Bauten, Dörfer und Königreiche, wobei sich auch menschenähnlich anmutende Wesen auf einigen Kontinenten ausbreiteten. Diese nannten ihre Heimat schlicht und einfach „Stralis“. Innerhalb dieser menschlichen Zivilisation gab es mehrere Königreiche, in denen Könige, Geistliche und Adelige regierten und Bauern und Handwerker arbeiten mussten. Obwohl dieses Feudalsystem zwar nicht für das Wohl der Bevölkerung sorgte, sicherte es dennoch den Weiterbestand der Gesellschaft und verhalf zu Fortschritt. Die Elite hatte auch die sogenannten „Wissenden“ an ihrer Seite. Dies waren angesehene Gelehrte, die durch Versuch und Irrtum ein tieferes Verständnis von der Natur und dem Ungreifbaren erlangten. Mit Hilfe von für Außenstehende kryptisch erscheinenden Praktiken konnten die Wissenden die Elemente manipulieren und dies zum Vorteil aller nutzen: Sie ließen Getreide schneller wachsen, Werkzeuge haltbarer machen oder Pferde schneller reiten. Außerdem halfen die Wissenden den Kriegern dabei, außergewöhnliche Fähigkeiten zu erlernen, um so in Schlachten erfolgreicher zu sein. Es ging letztendlich nur mehr darum, welches Imperium über mehr mysthisches Wissen verfügte. Da der Platz wegen Überbevölkerung in der menschlichen Welt recht langsam knapp wurde und es einfach zu gefährlich war, die großen Meere zu überqueren und auf von fremden Rassen besiedelten Gebiet Kolonien zu errichten, kam es vermehrt zu Konflikten zwischen den einzelnen Königreichen. Aufgrund der stetig wachsenden Kenntnisse der Wissenden forderte jede Schlacht mehr Opfer als die letzte. Dennoch gab es immer wieder einige mutige Entdecker, die es wagten, über den Horizont hinaus zu segeln und neues Land zu erkunden, wobei die meisten von ihnen nach ihrer Abreise nie wieder gesichtet wurden. Den Erzählungen derjenigen, die es lebend zurück in ihre Heimat schafften, schenkte man allerdings nur wenig Glauben. Zu sehr aus der Luft gegriffen klangen ihre Geschichten. So berichtete ein tapferer Seefahrer, der sich auf eine zehn Jahre dauernde Odyssee begeben hatte, von einem tief im Südosten gelegenen Kontinent namens Syrenesien. Felder und Wiesen prägten die Szenerie dieser massiven Landmasse, auf der die Sirenen, nahe Verwandte der menschlichen Rasse, in Frieden und Wohlstand lebten. In deren matriarchalisch lebenden Gesellschaft dienten Männer laut Erzählung nur dazu, nach Erreichen der Geschlechtsreife ein Kind zu zeugen, um danach anschließend verspeist zu werden. Als dieser Reisende in sein Heimatland zurückkehrte und von Syrenesien erzählte, erntete er nur Spott und wurde am selben Tag hingerichtet. Einen anderen Abenteurer zog es in den tiefen Westen des Planeten, wo er schließlich nach langer Reise angeblich einen wuchernden Urwald vorfand, in dem Nahrung reichlich war und es nie zu hungern gab. Außerdem wurde berichtet, dass dort im Unterholz Schweine mit Menschengestalt leben würden. Diese sich „Urtarasi“ nennenden Gestalten begegneten den Pionieren nicht mit Gastfreundschaft, sondern mit Feindseligkeit, wodurch es notwendig war, die Reise abzubrechen. Wenig später begann eine Truppe aus einem Dutzend junger Männer, nach Nordosten zu segeln, um den sagenumwobenen Kontinent Siburis zu erforschen, der laut früheren Entdeckern reich an verschiedensten Bodenschätzen sei und von Wald und Wiese bewachsen sei. Jedoch war die Crew aufgrund starker Meeresströmungen nicht in der Lage, weiter voran zu kommen und war gezwungen, umzukehren. Nach der Rückreise, die den Matrosen fast ihr Leben gekostet hätte, war der Investor dieser Mission dermaßen über das Versagen seiner Crew empört, dass er sie bei lebendigem Leib verbrannte. Obwohl es also den Menschen auf Stralis mehrmals Gelungen ist, in unbekannte Gebiete vorzudringen und neue Völker kennen zu lernen, ist es ihnen nie Gelungen, Kolonien zu errichten oder Handelsnetze aufzubauen. So waren die Menschen stets auf wenige nah aneinander liegende Kontinente beschränkt, auf denen sich also der Großteil ihrer Geschichte abspielte.

Die Eiszeit

Aufgrund von Turbulenzen im interstellaren Wind wurden das Planetensystem vom Idras aus dem Gleichgewicht gebracht. Der nährende Stern verdunkelte sich und der Himmelskörper Neophastos wurde aus seiner Bahn in den äußeren Regionen jenes Sonnensystems abgelenkt, wodurch er schließlich begann, Stralis als Trabant zu umrunden. Dies führte dazu, dass sich die Achsenneigung des Planeten so veränderte, dass der hohe Norden permanent in Nacht gehüllt ist und der tiefe Süden stets erleuchtet wird. Aufgrund dieser Veränderungen begann sich das Klima auf Stralis rapide zu wandeln. Eine große Eiszeit brach an. Flüsse versiegten, Wälder wurden zu Wüste und mächtige Gletscher bedeckten das Land. Die Menschen, die von Astronomie keine Ahnung hatten, schoben die Schuld schlicht und einfach den Wissenden unter die Schuhe.
Der Name dieser Zeitepoche, lässt schon erraten, dass die Temperaturen äußerst ungemütlich waren. Trotz vieler Legenden, kann sich kaum jemand wirklich vorstellen, wie hart das Leben unter diesen Umständen und bei den unglaublich niedrigen Temperaturen war. Die Menschen stellten sich allerdings als unglaublich widerstandsfähige Rasse heraus. Sie hatten sich an die kalten Temperaturen gewöhnt und trotz der Tatsache, dass die meisten Neugeborenen die Winterzeit nicht überlebten, waren die Menschen doch weit verbreitet. Kinder, die im Frühjahr geboren wurden, waren bis zum nächsten Winter meistens stark genug, sodass die Menschheit nie wirklich schrumpfte. Die Menschen hatten sich sogar ihre Vorteile aus dem andauernden Eis und Schnee gezogen und ihnen machte die Kälte auch nichts mehr aus. Ähnlich war es bei den Zwergen, sie waren unglaublich abgehärtet und ihnen machte die Kälte nichts aus. Ihre massiven Bauten und Hallen unter der Erde hielten sie warm genug, um auch ihren Nachwuchs problemlos großzuziehen. Das schlimmste Schicksal hatte die Drachen erfasst. Trotz ihrer Fähigkeit Feuer zu speien, waren die Kälte und die Tatsache, dass nur sehr wenige, bis fast gar keine Vulkane existierten, ein unglaublich großes Problem für die Drachen. Ihr Feuer wurde immer weniger und man sah sie immer seltener am Himmel fliegen, bis der Himmel komplett von ihnen frei war. Unter diesen Bedingungen lebten die Bewohner von Neostralis, bis vor ca. 20.000 Jahren ein anderer Wind einschlug. Langsam aber sicher stiegen die Temperaturen an, die Tage wurden länger, die Sonne stärker, die Tage wurden wärmer und im Sommer schmolzen sogar riesige Eisflächen.Das Phänomen des Schmelzens verstärkte sich über die Jahre, sodass das Schmelzwasser sich zu den heutigen Meeren bildete und bald sogar Wüsten große Teile des Landes bedeckten. Eis und Schnee konnte man nur noch vereinzelt im Winter oder auf den Gletschern, sowie tief im Norden finden. Die Menschen, die an die Kälte gewöhnt waren und deren Körper und Lebensstil sich nicht mit der Wärme einigen konnte starben unglaublich schnell, bis nur noch wenige Tausende von ihnen existierten. Diejenigen unter ihnen, die sich an die Wärme und das Ende der Eiszeit anpassen konnten, mussten sich nun ein neues Leben aufbauen. Die Zwerge hatten mit dem wärmer werdenden Klima kein wirkliches Lebensproblem, sondern nur ein Problem mit den Massen an Schmelzwasser. Allerdings hielten sich auch diese in Grenzen, da auf den Bergspitzen immer noch Schnee lag und bis heute liegt. Nicht ganz klar ist allerdings, was in der Eiszeit mit den Elfen war, da die Elfen zu dieser Zeit noch in der unbekannten Welt lebten. Heute zeigt allein der tiefe Norden, mit den zum Teil vereisten Meeren, Eis- und Schneelandschaften ein wenig von dem, wie die Welt vor dem Ende der Eiszeit ausgesehen hat. Trotzdem ist der Norden der heutigen Welt nicht mal ansatzweise so kalt, wie es das Klima in der Eiszeit war.

Der Wiederaufbau

(work in progess) Doch wie wir gleich sehen werden, bringen Naturkatastrophen nicht zur Zerstörung und Untergang, sondern geben auch eine Chance zum Neuanfang. Der interstellare Wind drehte sich und Idras begann wieder, mit seiner vollen Kraft zu strahlen. Dadurch brach auf Stralis eine neue Ära an. Die Gletscher zogen sich in die Berge zurück, die Tundren ergrünten wieder, die Eisriesen wurden in den hohen Norden vertrieben und die einst weltumspannenden Wüsten wichen in die östliche Hemisphäre. Da durch den permanenten Sonnenschein im Süden alles Eis dort schmolz, stieg der Meeresspiegel höher als vor der Eiszeit, was dazu führte, dass die Kontinente noch abgeschiedener voneinander liegen. Menschen, die in ihrem ganzen Leben noch nie Wärme gespürt hatten, krochen aus ihren Höhlen und einfachen Unterschlüpfen heraus und hatten eine ganz neue Welt vor sich, die ihnen zum Wiederaufbau frei stand. Sie gaben diesem Land den Namen „Neostralis“. Weit und breit gab es nur mehr unberührte Natur und die ehemalige Präsenz der, das Volk unterdrückenden Elite machte sich nur mehr an einigen wenigen Ruinen erkennbar, die der Witterung trotzten. Die Kenntnisse der Wissenden waren schon längst aus den Köpfen der Menschen verschwunden, wobei es dennoch in der tiefen Wildnis einige Orte gibt, an denen als Einsiedler lebende Wissende all die bitteren Jahre überdauert haben und von den restlichen Überlebenden hoffnungslos abgeschnitten sind. Die nun freien Menschen begannen, das in Vergessenheit geratene Land für sich zurück zu erobern, gründeten neue Siedlungen und bauten die Zivilisation von Grund auf neu auf.

Zeitgeschichte

Die Weltöffnung

Bis vor 70 Jahren war der Großteil der bekannten Welt noch als unbekannt zu bezeichnen, Länder wie das Handelsimperium Hibernien wussten kaum mehr, als die eigenen Landesgrenzen hergaben. Erstmals mit der Entwicklung des Luftschiffes “Böe” konnten großflächige Erkundungstouren durchgeführt werden, dies führte erst zur Entdeckung mancher Rassen, wie den Draconen oder den Xas’Gen.

Dies führte zu gewaltigen, beinahe 4 Jahre andauernden Grenzkriegen, und der Verfolgung der Xas’Gen aufgrund ihrer Flügel, die sich über die gesamte bekannte Welt erstrecken. Um dies zu verhindern, trafen sich Abgeordnete jedes Volkes in Dyrrthal und handelten dort einen Lösungsweg aus. Dieser sah vor, die zu dem Zeitpunkt im Bau befindende Aiolos (ein gewaltiges, ehemals als Schlachtschiff geplantes Luftschiff) in jeder größeren Rassen-Hauptstadt halten zu lassen um so den Handel und die Erforschung zwischen jeder Kultur zu vereinfachen.

Um den Bau der Aiolos zu beschleunigen trug nun jedes Volk einen Teil des Luftschiffes bei.

Ebenfalls wurde durch die Inkraftsetzung dieser Verordnung das Jagen der Xas’Gen unter schwerer Strafe gesetzt, was diese bereits sehr geschwächte Rasse vor der drohenden Ausrottung rettete.

Aufgrund dieser weitreichenden Änderungen wurde der Tag des ersten Fluges der Aiolos vor 66 Jahren als Tag Null des neuen Zeitalters betitelt.